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02.03.2016

PrEP! Die Pille gegen HIV?

News

(Hamburg, 8. Februar 2016) In den USA und in Frankreich bereits seit Längerem zugelassen, wird die PrEP wohl auch noch in diesem Jahr auf den deutschen Markt kommen. Bedeutet das einen „Gamechanger“ für die HIV–Prävention?

Die neuen Möglichkeiten der PrEP werden allerdings nicht ausschließlich gefeiert. Während die einen von einem großartigen Präventionstool für HIV-negative Menschen sprechen, befürchten andere den abnehmenden Gebrauch von Kondomen, ein zunehmendes Stigma der Positiven und betonen insgesamt das Risiko der Nebenwirkungen.

Aber was genau geht denn nun wirklich? Über do‘s und dont‘s wollen wir mit dem Therapie-Aktivisten Nicholas Feustel sprechen, der sich selbst einen “PrEPster” nennt.

Die Pharma-Firma Gilead hat bei der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA die Zulassung des HIV-Medikaments Truvada zur vorbeugenden Einnahme beantragt. Diese Form der Anwendung ist bekannt als Prä-Expositions-Prophylaxe („Vor-Risiko-Vorsorge“), kurz: PrEP. Die Deutsche AIDS-Hilfe rechnet mit einer Zulassung noch in diesem Jahr.

Für die HIV-Prävention mit dem Medikament gilt, täglich zur gleichen Zeit eine Pille zu nehmen. Das soll vor einer HIV-Infektion schützen. In Risikogruppen soll sich dadurch die Ansteckungsgefahr statistisch um 90 bis 99 % reduzieren. Dieser Wert schwankt von Statistik zu Statistik etwas, ist aber enorm. Truvada wäre somit sicherer als Kondome, die zu durchschnittlich 95 % vor einer Infektion schützen.

Nicholas Feustel, Therapie-Aktivist, spricht am Mittwoch, 2. März 2016, 18.30 Uhr, im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Gesundheit ist mehr …!“ in der AIDS- Hilfe Hamburg über die neueste Entwicklung der PrEP.