„Der Kampf darf nicht aufhören.“
Mit Rita Süssmuth verliert die Aidshilfebewegung eine Politikerin, die sich früh und entschlossen an die Seite von Menschen stellte, die ausgegrenzt, stigmatisiert und politisch wie gesellschaftlich unter Druck gesetzt wurden.
In einer Zeit, in der Menschen mit HIV/Aids beschuldigt, isoliert und entrechtet wurden – auch aus den eigenen Reihen ihrer Partei und aus der Mitte der Gesellschaft –, widersprach sie offen und konsequent. Sie war vermutlich eine lange Zeit, die wichtigste Alliierte der HIV/Aids-Bewegungen.
Rita Süssmuth setzte auf Hilfe statt Ausgrenzung, auf Prävention statt Repression, auf Menschenwürde statt Moralpanik. Sie verteidigte die Rechte von Menschen mit HIV/Aids, stärkte Selbsthilfe und Aidshilfen und machte deutlich: Gesundheitspolitik darf niemanden fallen lassen. Ihr Engagement war dabei nicht bequem, sondern mutig – und oft gegen erhebliche politische Widerstände gerichtet.
Sie war eine der wenigen verlässlichen Stimmen der Solidarität. Dafür bleibt ihr die Aidshilfebewegung dankbar. Ihr Einsatz wirkt bis heute nach. Rest In Power
Interview zur Verleihung der Ehrenmitgliedschaft der Deutschen Aidshilfe https://t1p.de/73lqv (Bild: Sigessäule Magazin)
#aidshilfehamburg #hiv #hivpositive #endaids #queer #lgbt #uequalsu #community #activism #europa #Hamburg #health #healthcare #medicine #pride #ally #berlin #selbsthilfe
