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Diagnose HIV - die Angst der Anderen 

Sabrina Beul aus Hamburg hat sich vor 36 Jahren mit HIV infiziert und macht sich als Aktivistin für Aufklärung stark. Dank ihrer Medikamente kann sie ein weitgehend normales Leben führen. Doch die Stigmatisierung bleibt.

Sabrina Beul öffnet die Tür zur Aidshilfe Hamburg im Stadtteil St. Georg. 20 Jahre lang war sie ehrenamtlich im Aufsichtsrat aktiv. Doch auch heute kommt die Rentnerin noch regelmäßig her, um sich mit ihren ehemaligen Kolleginnen und Kollegen auszutauschen und zu beraten. Im Alter von 31 Jahren bekam die heute 67-Jährige die Diagnose HIV.

In Deutschland leben laut der jüngsten Erhebung des Robert Koch-Instituts ungefähr 97.700 Menschen mit HIV. 2025 gab es 3.152 Neuinfektionen. Bei richtiger Behandlung ist eine Diagnose heute längst kein Todesurteil mehr, wie Professor Christian Gaebler erklärt, der an der Charité Berlin zu neuen HIV-Therapien forscht: "Man kann mittlerweile sehr gut damit leben, man hat in der Regel eine normale Lebenserwartung, wenn man früh genug diagnostiziert und Therapien einleitet."

Trotz der guten Behandlungsmöglichkeiten und präventiver Maßnahmen bleiben die Infektionszahlen hoch. "Wir sehen teilweise auch wieder zunehmende Infektionszahlen. Das heißt, man ist ein bisschen Opfer des eigenen Erfolgs", sagt Gaebler. "Wir haben diese tollen Medikamente. Es ist aber oft so, dass es in der öffentlichen Wahrnehmung so dargestellt wird, als ob dieses Problem gelöst ist. Dem ist leider nicht so. Wir brauchen weiterhin die Aufmerksamkeit."

Das Interview mit Sabrina Beul

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