Kürzungen bei Aufklärung und Drogenhilfe führen zu Infektionen. Wir fordern: funktionierende Präventions- und Testangebote in vollem Umfang einsetzen!
Die Zahl der HIV-Neuinfektionen in Deutschland ist im Jahr 2024 gestiegen. Auch die Zahl der Menschen, die noch nichts von ihrer HIV-Infektion wissen, hat erstmals wieder zugenommen. Das geht aus dem heute veröffentlichten Epidemiologischen Bulletin des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor.
Erstmals wieder Anstieg in allen Gruppen
Nach Schätzung des RKI infizierten sich im Jahr 2024 insgesamt 2.300 Menschen neu mit HIV – etwa 200 mehr als im Jahr zuvor. Schwule und bisexuelle Männer machen mit 1.300 Fällen (+100) etwas mehr als die Hälfte aus, heterosexuelle Übertragungen gab es in 590 Fällen (+45), 400 Übertragungen (+ 60) betrafen intravenös Drogen konsumierende Menschen.
Im letzten Jahr lagen die Zahlen bereits wieder auf dem Niveau der Zeit vor der Covid-Pandemie, während der es einen Rückgang gegeben hatte. Der vorherige Rückgang bei schwulen Männern setzte sich nun offenbar nicht fort. Bei den intravenös Drogen konsumierenden Menschen ist seit 2010 ein kontinuierlicher Anstieg zu beobachten. Hier besteht dringender Handlungsbedarf. Infos / Bundesrepublik
Infektionszahlen spiegeln Lücken bei Angeboten
„Die Entwicklung der Neuinfektionen ist kein Zufall“, fasst DAH-Vorstand Sylvia Urban zusammen. „Sie spiegelt direkt wider, ob die Angebote möglicher Schutzmaßnahmen ausreichen. Unser Ziel muss sein, den Trend wieder umzukehren.“
Auch in Hamburg ist ein Anstieg zu beobachten
Die geschätzte Gesamtzahl der Menschen, die mit HIV leben, wird auf 6000 geschätzt, von denen ca. 530 Personen nichts über ihre Infektion wissen. Auch die Anzahl der Menschen, die mit ihrer Erstdiagnose einen fortgeschrittenen Immundeffekt / Aids diagnostiziert bekamen liegt, mit 48% der geschätzten Zahl der Neudiagnosen, konstant hoch. Infos / Hamburg
HIV Finanzierungskrise weltweit
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