Prävention
Unsere Präventionsangebote sind vielfältig: Viele Ratsuchende finden Antworten auf Fragen rund um Übertragungswege und Safer Sex bereits über unsere Infoline und die Onlineberatung. Ausführlicher informiert unsere Präventionsberatung, in deren Rahmen auch eine Schnelltestung durchgeführt werden kann. Unsere Schoolworker bieten Veranstaltungen speziell für und mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen an. Die interkulturellen Präventionsangebote richten sich an Menschen mit Migrationshintergrund. Hinweisen möchten wir auch auf die Möglichkeit einer Postexpositionsprophylaxe.
Präventionsberatung
Mit Schnelltest-Möglichkeit
Im Mittelpunkt der Präventionsberatung stehen Fragen rund um Safer Sex, HIV-Risiko und Testung auf HIV. Wie können Sie Risiken minimieren und die sexuelle Gesundheit erhalten? Unsere Beraterinnen und Berater helfen Ihnen dabei, Risikosituationen bezüglich HIV und anderer sexuell übertragbarer Infektionen zu strukturieren und zu bewerten. Wir besprechen mit Ihnen, ob und welche diagnostischen Maßnahmen in Form von Testangeboten für Sie infrage kommen. Sollte es sinnvoll erscheinen, kann ein HIV-Antikörpertest in Form eines Schnelltests direkt vor Ort durchgeführt werden.
Präventionsberatungen der AIDS-Hilfe Hamburg finden montags von 16:00 bis 18:00 Uhr statt. Sie kommen zu uns in die Lange Reihe 30-32 und wir stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Eine Voranmeldung ist nicht notwendig. Bitte beachten Sie jedoch, dass unsere Beratungskapazitäten begrenzt sind.
Bitte beachten Sie: Der "Schnelltest" trägt diesen Namen, weil ein Ergebnis in der Regel bereits innerhalb einer halben Stunde vorliegt. Ist das Resultat unklar, wird ein Bestätigungstest vorgenommen, dessen Auswertung längere Zeit in Anspruch nimmt. In diesem Fall ergibt sich eine mehrtägige Wartezeit. Auch der Schnelltest beruht auf dem Nachweis von Antikörpern, so dass eine verlässliche Aussage erst 12 Wochen nach einem Infektionsrisiko getroffen werden kann! Für den Test müssen wir einen Kostenbeitrag in Höhe von 10,00 € erheben.
Prävention für Jugendliche und junge Erwachsene
Die Schoolworker informieren und sensibilisieren
Ihre Jugendlichen meinen, HIV und AIDS gingen sie nichts an? Sie haben bereits zum Thema gearbeitet und suchen kompetente Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner in Sachen Prävention und Safer Sex? Dann sind Sie bei uns richtig! Für Jugendliche ab 14 Jahren bietet die AIDS-Hilfe Hamburg Veranstaltungen zur Prävention von HIV/AIDS und anderen sexuell übertragbaren Infektionen an.
Die AIDS-Hilfe Hamburg steht seit mehr als 25 Jahren für Information, Beratung, Selbsthilfe und Bürgerengagement. Die Schoolworker sind ein ehrenamtliches Team,
das hauptamtlich ausgebildet und unterstützt wird. Unsere Präventionsveranstaltungen geben den Jugendlichen Gelegenheit, mitzumachen und auf die Gestaltung Einfluss zu nehmen.
Darum geht's
- Übertragungswege und Schutzmöglichkeiten (Safer Sex)
- Informationen über Beratung und Testangebote
- Zusammenleben mit Menschen mit HIV, Sensibilisierung
für Lebenswelten
Die Schoolworker arbeiten spielerisch zum Thema Sexualität. Es geht um Spaß, nicht um Angst. Die TeilnehmerInnen üben, Grenzen und Risiken besser einschätzen zu können, und entwickeln so ihr persönliches Präventionskonzept. Bei uns sind Kleingruppen die Regel, getrennt für Jungs und Mädchen. Lehrer nehmen an den Gruppen nicht teil, es gibt keine Noten.
Ansporn und Verpflichtung zugleich, sich ins Zeug zu legen
Die Nachfrage nach diesem Angebot der AIDS-Hilfe Hamburg nimmt stetig zu. In jedem Jahr nehmen weit mehr als 2.000 junge Menschen an diesen Veranstaltungen teil. Die Jugendlichen, die mit dem Schoolworker-Programm erreicht werden, haben ganz unterschiedliche Lebenshintergründe. Helfen Sie uns dabei, weiter zu machen! Ohne regelmäßige Spenden sowie die Unterstützung unseres Fördervereins wären wir nicht in der Lage, diese wichtige Arbeit weiter zu entwickeln.
Kontakt zu den Schoolworkern
Wir empfangen Ihre Gruppe in den Räumen der AIDS-Hilfe Hamburg. Zur Terminplanung und detaillierten Vorbereitung bitten wir Sie, sich mindestens 14 Tage im Voraus mit uns in Verbindung zu setzen. Unsere Angebote sind für die Teilnehmenden kostenlos. Als ge -
meinnützige Organisation freuen wir uns über Spenden.
Zur Terminabsprache setzen Sie sich bitte mit Natalia Karich unter der Telefonnummer 040 235199-52 in Verbindung oder Sie schicken eine E-Mail an .
Ein Video zur Präventionsarbeit können Sie per Klick auf den Button ansehen.
Mit freundlicher Genehmigung des NDR.
Autor: Neno H. Kampmann
Youthworker als Präventionsbotschafter
Direkt an Jugendliche, die über Schoolworkveranstaltungen nicht oder nicht so gut erreicht werden können, wenden sich unsere Youthworker. In zwei halbjährigen Kursen werden je 15 Mädchen und Jungs zu Präventionsbotschaftern ausgebildet. Sie lernen alles, was man wissen muss, um sich vor HIV/AIDS und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten zu schützen. Außerdem sind sie fit im Gespräch und können Veranstaltungen mit Gruppen planen und durchführen. Ihr Auftrag ist es, anderen Jugendlichen in Präventionsfragen zur Seite zu stehen, die sich im System nicht so gut auskennen, weil sie vielleicht schlechter Deutsch sprechen oder nicht so gut in der Schule
sind. Das Projekt Youthwork wird gefördert von der Aktion Mensch.
Nähere Infos gibt's bei Doreen Friebe unter der Telefonnummer 040 235199-31.
TV-Spot der Aktion Mensch ...
Mehr zum Youthworker-Programm ...
Mehr zum Hamburger Arbeitskreis Jugendprävention ...
Infos zum Wettbewerb "Beats for Life" ...
Interkulturelle Präventionsarbeit
Mit und für Menschen mit Migrationshintergrund
Informationen, Hilfen und Unterstützungsangebote zu sozialen und gesundheitlichen Fragen sind manchmal schwierig zu finden und auch nicht immer leicht zu verstehen. Dies gilt besonders für Menschen, die aus anderen Sprach- und Kulturkreisen nach Deutschland gekommen sind. Damit auch diese Menschen Antworten auf Ihre Fragen zu den Themen HIV, AIDS und andere sexuell übertragbare Krankheiten erhalten, knüpfen wir Netzwerke und beraten nach Möglichkeit auch in anderen Sprachen.
Eine hausärztliche Sprechstunde für Menschen ohne Papiere bietet das Diakonie-Zentrum für Wohnunglose (Bundesstraße 101) jeweils dienstags (16.30 bis 18.30 Uhr) und freitags (8 bis 10 Uhr). Download Flyer ...
Gesundheitsbotschafter
Unsere ehrenamtlichen Gesundheitsbotschafter stammen selbst aus Hamburger Einwanderercommunitys. Sie wirken dort als Protagonisten in Sachen HIV/AIDS und sind aktiv mit eignen Präventionsaktivitäten. Sowohl für Ratsuchende als auch für Kooperationspartner aus den Gemeinden sind sie erste Ansprechpartner/innen vor Ort. Mehr ...
Partizipation und Kooperaton in der HIV-Prävention mit Migrant/innen
Im Rahmen eines Forschungsprojektes der Deutschen AIDS-Hilfe mit dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung werden fünf lokale Projekte vor Ort begleitet. Eines davon ist die AIDS-Hilfe Hamburg. Im Rahmen einer sogenannten "Fallstudie" beschäftigen wir uns hier mit der Lebenssituation, der gesundheitlichen Versorgung und der HIV-Prävention von und für Hamburger/innen mit Herkunft aus afrikanischen Ländern südlich der Sahara.
In Hamburg leben ca. 18.000 registrierte Afrikanerinnen und Afrikaner (ca. 1 Prozent der Einwohner/innen). Sie kommen aus über 50 Ländern zwischen Marokko und Südafrika. Die größte Community sind Menschen aus Ghana (~5.000). Afrikanerinnen und Afrikaner sind meist in kleinen länderspezifischen Organisationen (Vereine) und/ oder Kirchen eingebunden.
Nach unserer Einschätzung ist das Thema HIV/ AIDS nahezu in allen Organisationen afrikanischer Menschen tabuisiert. Es findet kaum eine Auseinandersetzung mit der Krankheit statt, und Afrikaner/innen mit HIV/AIDS leben aus Angst vor HIV-bezogener Diskriminierung und Ausgrenzung oft in Verborgenheit und Isolation in ihren eigenen Communitys. Handlungsbedarf besteht dort auch im Hinblick auf die HIV-Primärprävention.
Eine Studie von Afrikanern für Afrikaner in Hamburg ...
A study from Africans for Africans in Hamburg ...
Une étude des africains pour les africains à Hambourg ...
Im der ersten Arbeitsphase schufen die 20 Mitarbeiter/innen, die alle aus dem französisch sprechenden Teil Afrikas stammen, einen Überblick über die afrikanischen Communitys in Hamburg. Interessant waren dabei die Fragen:
- Wer ist die afrikanische Community? (z.B. Wie groß ist die Community? Wer lebt wo - und wie?! Wo treffen sich die Menschen?)
- Welche Bedürfnisse haben die Menschen in der Community?
- Welcher Bedarf besteht im Hinblick auf Gesundheitsförderung und HIV-Prävention?
Zur Präsentation der Ergebnisse ...
Mehr über Pakomi ...
Die Ansprechpartnerin und -partner für die interkulturelle Präventionsarbeit sind:
- Mara Wiebe
Telefon 040 235199-28
E-Mail - Omer Idrissa Ouedraogo
Telefon 040 235199-36
E-Mail
Afrikanisches Manifest
Krankenhausbehandlung für Menschen ohne Pass
Informationen für ÄrztInnen zur Behandlung von Patienten ohne Aufenthaltsstatus
Studie zur Lebenssituation von Menschen ohne Papiere in Hamburg (26.10.09)
Workshop_Gesundheitskommunikation_in multilingualen Kontexten (Omer Ouedraogo, Uni Bayreuth 27.11.09)
Lebenssituation und Alltagsbewältigung von Sub-Sahara AfrikanerInnen mit HIV/AIDS in Hamburg und deren Bedeutung für die deutsche Aidsprävention ((c) Omer Ouedraogo 20.03.10)
Kulturspezifische Aspekte in der Sozialen Arbeit mit afrikanischen Migrant(inn)en in Hamburg (Fachtagung 22.03.10)
Zwischenauswertung PaKoMi (Einladung zur Fachtagung 08.06.11)
Interkulturelle Aspekte in der AIDS-Arbeit und Ansätze zur Praevention (Fachtagung 25.-26.11.11)
Postexpositionsprophylaxe
Vorbeugung einer möglichen HIV-Infektion nach einem Risikokontakt
Es gibt Hinweise darauf, dass durch den Einsatz bestimmter (antiretroviraler) Medikamente die Übertragungswahrscheinlichkeit und damit das Risiko einer Infektion mit dem HI-Virus (HIV) verringert werden kann, zum Beispiel nach ungeschütztem sexuellem Kontakt mit einem HIV-Infizierten.
Aus diesem Grund wird eine sogenannte Postexpositionsprophylaxe (PEP) nach einem Risikokontakt mit HIV angeboten. Dabei handelt es sich um eine 4-wöchige medikamentöse Therapie, die so früh wie möglich und nicht später als 72 Stunden nach einem Risikokontakt beginnen sollte.
Da diese Prophylaxe mit schweren Nebenwirkungen einhergehen kann, muss vorab geklärt werden, ob tatsächlich eine wesentliche Infektionsgefährdung besteht und inwieweit Risiko und Nutzen gegeneinander abzuwägen sind.
- Tagsüber können Sie sich an das Ambulanzzentrum Infektiologie des Universitätskrankenhauses Eppendorf wenden (Telefon 040 4280328-31).
- Nachts steht Ihnen die medizinische Notaufnahme des UKE zur Verfügung (Telefon 040 42803-0).
- Darüber hinaus können Sie sich bei Fragen zur PEP auch gerne an unsere Beraterinnen und Berater wenden.
- Eine (unvollständige) Liste der Kliniken, die 24 Stunden am Tag eine PEP anbieten, gibt der HIV-Report der Deutschen AIDS-Hilfe. Dort finden Sie auch die deutsch-österreichischen Empfehlungen zur PEP.

Wir wehren uns gegen den Naziaufmarsch am 2. Juni 2012!