Willkommen im Struensee-Centrum
Sie fragen sich, wo Sie einen Test auf eine Infektion mit dem HI-Virus (HIV) durchführen lassen können? Sie sind positiv getestet worden und suchen nun Antworten auf die Vielzahl der auftauchenden Fragen? Sie benötigen Orientierung im Netz der Hamburger Aidsprojekte und Hilfseinrichtungen oder Unterstützung und Begleitung bei Ihren Selbsthilfeaktivitäten? Sie wissen aufgrund einer HIV-Infektion oder einer Aidserkrankung nicht mehr weiter oder fühlen sich allein mit Ihren Gedanken und Problemen zum diesem Thema?
Wir sind für Sie da.
Egal, ob es darum geht, in Ruhe zu reden und Ihre Gedanken zu ordnen oder ob Sie tatkräftige Unterstützung brauchen - zum Beispiel beim Umgang mit Behörden. Wenn Ihnen die Probleme über den Kopf wachsen und Sie längerfristige Unterstützung suchen, helfen Ihnen unsere haupt- und ehrenamtlichen Begleiter dabei, Schritt für Schritt Lösungen zu finden und das Leben wieder in den Griff zu bekommen. So häufig und so lange, wie Sie es wünschen und brauchen. Im Jahr 2009 verzeichneten wir mehr als 20.000 Kontakte.
Wir stehen Ihnen als Berater und Lotse zur Seite - zuverlässig und engagiert.
Auch außerhalb des Struensee-Centrums können Sie unsere Beraterinnen und Berater sprechen. Regelmäßig sind sie im Universitätskrankenhaus Eppendorf (UKE), in den HIV-Schwerpunktpraxen und in den Hamburger Haftanstalten vor Ort. Über die jeweiligen Termine informieren Sie die Mitarbeiter dieser Einrichtungen.
Sachbericht 2009
Unseren ausführlichen Tätigkeitsbericht des Jahres 2009 können Sie hier herunterladen.
Wer war Johann Friedrich Struensee
Johann Friedrich Struensee (1737-1772)
Geboren 1737 in Halle, besucht Johann Friedrich Struensee, Sohn eines Theologieprofessors, dort die Franckeschen Stiftungen und studiert Medizin.
1757 wird er zum Bezirks- und Armenarzt in Altona berufen, der damals zweitgrößten Stadt Dänemarks. Durch vehementen Einsatz für eine Verbesserung der hygienischen Bedingungen kämpft Struensee gegen die Ausbreitung der regelmäßig grassierenden Seuchen und für eine Verbesserung der Lebensverhältnisse. Er gewinnt das Vertrauen und die Zuneigung des später geistig erkrankten Dänenkönigs, wird dessen Leibarzt, 1771 geheimer Kabinettsminister und in den Grafenstand erhoben.
Seine politische Stellung nutzt Struensee konsequent für Reformen im Sinne der Aufklärung: Erneuerung des Schulsystems, Durchsetzung der Meinungs- und Pressefreiheit, Abschaffung von Folter. Durch seine für damalige Verhältnisse revolutionäre Einstellung macht er sich nicht nur Freunde, insbesondere unter den Mächtigen. Auch des Grafen intimes Verhältnis zur Königin trägt nicht zu seiner Beliebtheit am Hof bei.
1772 wird er gestürzt und zum Tode verurteilt. 34jährig wird vor den Toren Kopenhagens geköpft und gevierteilt. Seine Reformen werden aufgehoben, viele davon jedoch von der Regierung unter Andreas Peter Graf Bernstorff nach 1784 wieder umgesetzt.
Mit Stolz und Respekt trägt das Beratungszentrum der AIDS-Hilfe Hamburg seit seiner Gründung im Jahr 1985 den Namen "Struensee-Centrum".
Hamburg-St. Georg
Unser Stadtteil St. Georg
Namensgeber des Stadtteils ist das Siechenhaus unter dem Patronat des Heiligen Sankt Georg, das um 1200 vor den Toren der Stadt entstand und sich auf dem Gebiet zwischen der heutigen Straße Koppel und der Außenalster erstreckte. Ab 1564 wird das Gelände zunächst als Pestfriedhof, dann als Armenfriedhof genutzt.
Nach St. Georg, außerhalb der Stadtmauern, wurden störende Gewerbetreibende wie Schweinezüchter und Branntweinbrenner abgeschoben. Hier stand der Hamburger Galgen, durch den viele den Tod fanden.
Trotz düsterer Zeiten entstehen im 16. Jahrhundert die ersten Sommerhäuschen und Wege. 1681 wird die Siedlung St. Georg in die Stadtbefestigung einbezogen. Die Mauern werden um 1800 geschleift, 1830 wird St. Georg als Hamburger Vorstadt anerkannt und im Jahre 1868 schließlich eingemeindet. Mit dem Bau des Hauptbahnhofs 1901 ist die Vorstadtidylle dahin. Land und Leute gehören jetzt zu Hamburg.
Heute ist St. Georg einer von 104 Stadtteilen Hamburgs - mit knapp 10.000 Einwohnern aus 30 Nationen und der dichtesten schwulen Infrastruktur zweifellos einer der Multikulturellsten.
Bürgerverein zu St. Georg von 1880 r.V.
Einwohnerverein St. Georg von 1987 e.V.