16.03.2016

„Juntos num só ritmo“. HIV und AIDS in Brasilien

News

(Hamburg, 09. Februar 2016) „Juntos num só ritmo“ (Alle in einem Rhythmus) behauptete Brasilien anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft. Aber gilt das auch für die HIV-Präventionsarbeit vor Ort? Laut UNAIDS ist die Eindämmung von HIV und AIDS in Brasilien ist eine Erfolgsgeschichte. Unter anderem dank der großen Aufklärungskampagnen vor Ort ist die Zahl der HIV-Infizierten deutlich hinter dem zurück geblieben, was Experten für das südamerikanische Land befürchtet hatten.

Gemeinsam mit Wladimir Reis (Geschäftsführer der AIDS Hilfe Organisation GTP+ aus Recife) wollen wir über die tatsächliche Situation vor Ort sprechen und über die besonderen Bedingungen der AIDS-Hilfe Arbeit im Nordosten Brasiliens berichten. Ein Vortrag in portugiesischer Sprache, der übersetzt wird!

Auch in Brasilien ist bei weitem nicht alles perfekt. So war in den letzten Jahren ein Rückgang im Gebrauch von Kondomen zu verzeichnen und Angehörige der LGBT (Lesbische, Schwule, Bisexuelle und Transgender) Community erleben oft Ausgrenzung bis hin zur Gewalt. Es sind vor allen Dingen soziale und bürgerrechtliche Fragen zu beachten. Noch 1986 gaben nur ca. 4 % der Brasilianer an, bei ihrem ersten Mal ein Kondom benutzt zu haben. 1999 waren es schon 48 %. Dieser bedeutende Anstieg ging vor allem auf das Konto nationaler Aufklärungskampagnen. In TV und Zeitungen, an Plakatwänden und auf Bussen wird vor allem Werbung für Kondome gemacht. Obwohl manche Kritiker, vor allem religiöse Gruppen, dies kritisieren, werden die Kampagnen konsequent und flächendeckend fortgesetzt.

Wladimir Reis spricht am Mittwoch, 16. März 2016, 19 Uhr, im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Gesundheit ist mehr …!“ in der AIDS- Hilfe Hamburg über Schwierigkeiten der Arbeit in Recife/Brasilien.