Wir sind Botschafter für die Gesundheit
„Es war am Anfang sehr schwierig, in meiner Community über HIV zu sprechen", sagt Armel Yacouba, der aus Burkina Faso stammt. Und Armelle, die vor sieben Jahren aus Benin nach Deutschland kam, stimmt ihm zu. Beide gehören zu den ehrenamtlichen Gesundheitsbotschaftern der AIDS-Hilfe Hamburg und sind damit die ersten Ansprechpartner in ihrer Community, wenn es um Fragen zu HIV und AIDS geht.
„Ich helfe Kranken und Gesunden, telefonisch oder persönlich. Die Leute wissen mittlerweile, dass sie mich ansprechen können", berichtet Armelle. Dabei ist ihr klar, dass es vielen nicht leicht fällt, sich mit dieser Krankheit zu beschäftigen. „In Benin werden AIDS-Kranke häufig stigmatisiert", weiß Armelle zu berichten. Natürlich ist ein anderer Umgang in Deutschland nicht ganz einfach. Und es gibt auch noch viel Unwissen: „Nicht alle wissen zum Beispiel, dass man sorglos aus einem Glas trinken kann."
Die Studentin kam vor einigen Jahren übrigens eher zufällig über Freunde zur AIDS-Hilfe Hamburg und war von dem Projekt gleich angetan. Genau wie Armel Yacouba hat sie die Ausbildung für die sogenannten Multiplikatoren absolviert. Dabei ist auch das nicht immer einfach gewesen, erzählt Armel Yacouba: „Einige der Gesundheitsbotschafter hatten Angst, man könnte glauben, dass sie selbst HIV-positiv sind" - doch das hat sie nicht abgehalten. „HIV gibt es schließlich auch in Deutschland und die Aufklärung ist wichtig."
Und er wünscht sich noch mehr Botschafter für dieses wichtige Thema. „Ich wünsche mir, dass die Leute sich helfen lassen - wir sind jedenfalls bereit", fasst Armelle das Engagement noch einmal zusammen.
Wer Interesse hat, diese Arbeit kennenzulernen: Die Gesundheitsbotschafter sind nicht nur in ihrer Community unterwegs. Beim Café Afrika und anderen Veranstaltungen der AIDS-Hilfe Hamburg kommen die unterschiedlichsten Personen zusammen. Und die Gesundheitsbotschafter heißen alle herzlich willkommen.

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