Mit einem Schreiben an den Bundesinnenminister unterstützt der Vorstand der AIDS-Hilfe Hamburg die Kampagne der Deutschen AIDS-Hilfe, die auf die schwierigen Lebensbedingungen von Flüchtlingen mit HIV und anderen chronischen Erkrankungen aufmerksam macht und ein Bleiberecht für diese fordert.
HIV/AIDS bedeutet einen ungewissen, oftmals existentiell bedrohlichen Verlauf der Krankheit, die Umstellung vieler Lebensgewohnheiten, nicht selten massive Stigmatisierung. Das alles ist für das Leben mit HIV/AIDS, die hiervon Betroffenen und deren Angehörige, eine große Herausforderung.
Das Schlimmste ist die Angst vor der Angst der Anderen..." hat mir eine positive Frau berichtet. Es gibt also genügend Widerstände, gegen die HIV-positive und an AIDS erkrankte Menschen viel zu häufig ankämpfen müssen. Der Einsatz bewährter Medizin muss daher absolut gesichert sein, besonders in einem sozial schwierigen Kontext.
Die Furcht vor dem Verlust der Sozialversicherung und damit die Einschränkung der lebensverlängernden Kombinationstherapie oder die grundsätzliche Verweigerung zum Medikamentenzugang ist für uns daher völlig inakzeptabel.
Daher fordern wir, gemeinsam mit der Deutschen AIDS-Hilfe und vielen Einzelunterstützern:
- uneingeschränkten Zugang zu medizinischer Versorgung, Wohnraum und Sozialleistungen für alle Menschen mit HIV/AIDS in Deutschland, unabhängig von Ihrer Herkunft.
- ein Bleiberecht für Flüchtlinge mit HIV und anderen schwerwiegenden chronischen Erkrankungen.
Richten Sie Ihr Protestschreiben an den Bundesinnenminister an folgende Adresse:
Bundesministerium des Inneren
Bundesinnenminister
Dr. Wolfgang Schäuble
Alt Moabit 101 D
10559 Berlin
oder beteiligen Sie sich an der Postkartenkampagne der Deutschen AIDS-Hilfe.
