Standards der AIDS-Hilfe-Hamburg e. V. für die Förderung durch Pharmaunternehmen

Als Selbsthilfeverband hat die AIDS-Hilfe Hamburg eine parteiliche Verpflichtung gegenüber Menschen mit HIV und AIDS sowie den besonders betroffenen Gruppen. Ihre Beratungsstelle, das Struensee-Centrum, steht für unabhängige und qualitativ hochwertige Dienstleistungen der gesundheitsbezogenen Hilfe zur Selbsthilfe im Bereich HIV/AIDS/STD.

Der eigene Tätigkeitsschwerpunkt im Gesundheitswesen sowie die Parteilichkeit für die Interessen von Menschen mit HIV und AIDS schließen aus, Abhängigkeiten zu anderen Akteuren der Gesundheitswirtschaft einzugehen - insbesondere wenn diese eigenen privatwirtschaftlichen Interessen verpflichtet sind.

Gleichzeitig ist der AIDS-Hilfe Hamburg, selbst gegründet und bis heute wesentlich getragen aus freiwilligem Engagement, die Förderung und die Einbeziehung der Ressourcen bürgerschaftlichen Handelns Auftrag und Zielgestalt.

In Abwägung dieser Grundprinzipien gelten für die AIDS-Hilfe Hamburg e. V. und ihre Projekte folgende Regeln für die Zusammenarbeit mit pharmazeutischen Unternehmen:

  • Die Förderung durch Pharmaunternehmen ist offenzulegen.
  • Hierbei ist deutlich zu machen, auf welchen Gegenstand bzw. welches Angebot sich die Förderung bezieht.
  • Um Abhängigkeitsbeziehungen zu einem einzelnen Unternehmen auszuschließen und Vermutungen in eine solche Richtung vorzubeugen wird angestrebt, einen Förderpool zu errichten, in den die fördernden Unternehmen ihre Beiträge einzahlen und der zur Finanzierung vorher festgelegter Aktivitäten verwendet wird.
  • In der öffentlichen Kommunikation werden jeweils die unterstützenden Unternehmen gemeinsam erwähnt.
  • Unternehmensvertreter haben - auch innerhalb geförderter Angebote - keinerlei Zugang zu Beratungsteilen oder geschlossenen Gruppenangeboten.
  • Einseitige Produktempfehlungen, Product Placement sowie die Weitergabe von Giveaways in Veranstaltungen sind ausgeschlossen.

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